CDU Stadtverband Bocholt

Jagdschein künftig schwieriger als Bundeswehrgrundausbildung

Pressemitteilung der Senioren-Union der CDU Nr. 30/2009

Der Bundesvorsitzende der Senioren-Union der CDU Deutschlands, Prof. Dr. Otto Wulff, hat sich gegen eine Verkürzung der Wehrdienstzeit auf sechs Monate  ausgesprochen: "Es kann doch nicht angehen, dass man glaubt, eine Ausbildung an hochmodernen und hochkomplizierten Waffensystemen schneller absolvieren zu können als die Ausbildung zu einem einfachen Jagdschein, der es dem Jäger erlaubt, auf Böcke zu schießen" sagte Wulff, der auch Mitglied des CDUBundesvorstands ist, heute in Berlin.
Bei einer seriösen Jagd-Ausbildung benötige man acht bis neun Monate, ehe man zur Jägerprüfung zugelassen werde, betonte Wulff, der selbst passionierter Jäger ist. Wehrpflichtige aber wolle man künftig bereits nach sechs Monaten wieder nach Hause schicken: "Ein Unding!" Zwar kenne auch er Angebote, die versprächen, in wenigen Wochen jagdscheinreif werden zu können. Das aber seien "Angebote für Sonntagsjäger". Deutschland brauche aber keine "Feierabendarmee", sondern eine gut ausgebildete, motivierte und international im Friedensdienst einsetzbare Truppe. Die mit der Kürzung der Wehrdienstzeit verbundene Reduzierung des Zivildienstes wird von der Senioren-Union ebenfalls abgelehnt. Wulff: "In vielen Pflegeeinrichtungen werden diese jungen Leute bitter benötigt, und sie bekommen wichtige Erfahrungen für das Zusammenleben der Generationen." Die Koalition solle
ihre "vorschnelle" Entscheidung noch einmal überdenken.
Berlin, 05.11.2009