Im Rahmen ihrer jüngsten Sitzung beschäftigte sich die CDU-Fraktion mit der Fortschreibung des Einzelhandelskonzeptes. Grundsätzlich begrüßt die Mehrheitsfraktion die angestrebte weitere Stärkung der Innenstadt.
Skeptisch sieht die Fraktion die als Empfehlung vorgeschlagenen Verlagerungen von Lebensmittelmärkten in den Stadtteilen Lowick/Löverick bzw. Stenern und Giethorst. Die Wahlkreisvertreter Thomas Eusterfeldhaus, Berthold Seggewisse, Sven Volmering und Christel Feldhaar weisen darauf hin, dass es nicht Aufgabe der Politik sein darf, den Zusammenschluss von Lebensmittelmärkten in einem städtebaulichen Entwicklungskonzept festzuschreiben: „Die Politik darf den Menschen nicht vorschreiben, wie sie sich wirt-schaftlich zu verhalten haben. Ein solcher Dirigismus lähmt und verhindert das Herausbilden bester wirtschaftlicher Lösungen im Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage“, so die vier Stadtverordneten.
CDU-Fraktionsvorsitzender Herbert Panofen: „Vor dem Hintergrund der Unruhe, die in den betroffenen Stadtteilen herrscht, wird die CDU-Fraktion einen Ergänzungsantrag einbringen. Wir wollen ausdrücklich festgehalten wissen, dass der Rat keine Empfehlung für den Zusammenschluss von Nahversorgungsmärkten außerhalb der Innenstadt gibt, sondern dies dem sich entwickelnden Bedarf und der entsprechenden Nachfrage überlässt.“ Wichtig sei das allgemeine Ziel der Stadt, eine ausreichende Nahversorgung anzustreben.