CDU Stadtverband Bocholt

CDU spricht sich für Familienzentren in Bocholt aus

Die Bocholter CDU-Fraktion möchte wissen, welche Schritte die Verwaltung unternimmt, um in enger Kooperation mit den Kindertageseinrichtungen, den Schulen, Kirchen und Jugendhilfeträgern in Bocholt „Familienzentren“ einzurichten. Eine entsprechende Anfrage der Christdemokraten soll in der nächsten Sitzung des Jugendhilfeausschuss am 22. November beantwortet werden.
In einer gemeinsamen Pressemitteilung weisen der CDU-Fraktionsvorsitzende Herbert Panofen und der Vorsitzende des Bocholter Jugendhilfeausschusses, Sven Volmering, darauf hin, dass die Initiative der neuen NRW-Landesregierung, die bestehenden Kindertageseinrichtungen auszubauen und zu sogenannten „Familienzentren“ zu entwickeln, parteiübergreifend begrüßt wird. Mit den Familienzentren soll ein niederschwelliges Angebot an Beratung, Bildung, Information und Hilfe für Familien in verschiedenen Lebensphasen und Problemlagen geschaffen werden. Dabei soll die Alltagsnähe und das in der Regel vorhandene Vertrauensverhältnis der Eltern zu den Kindertageseinrichtungen genutzt werden. Panofen und Volmering: „Zusammen mit den Ganztagsschulen sollen die Familienzentren ein lückenloses, bedarfsgerechtes und verlässliches Betreuungsgefüge bilden, das hohen pädagogischen Ansprüchen genügt, Kindern eine optimale Förderung bietet, die Erziehungskompetenz von Eltern stärkt, individuelle Benachteiligungen abbaut und gleichzeitig dazu beiträgt, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern.“ Eine intensive Zusammenarbeit mit Angeboten der Familienhilfe wie Familienberatung, Familienbildung und Tagesmütterprojekten soll dazu beitragen, die Familienzentren zu Knotenpunkten sozialer Netzwerke in den Bocholter Stadtteilen zu machen.

Vor diesem Hintergrund möchte die CDU wissen, wie der Fachbereich Jugend, Familie und Sport die Weiterentwicklung der Kindertageseinrichtungen zu Familienzentren bewertet. Ferner soll die Verwaltung prüfen, ob in Bocholt zukünftig Familienzentren verstärkt Betreuungsplätze für Kinder unter 3-Jahren anbieten bzw. die Vermittlung von qualifizierten Tagesmüttern und -vätern übernehmen können. Angesichts der Tatsache, dass die Landesregierung in jedem Jugendamtsbezirk Pilotprojekte zur Entwicklung von Familienzentren durchführen möchte, wollen die Christdemokraten zudem erfahren, ob eine Beteiligung der Stadt an einer solchen Maßnahme sinnvoll ist.