Die Vorsitzende des CDU-Ortsverbandes Bocholt West, Dr. Petra Willemsen, und der zuständige Stadtverordnete Thomas Eusterfeldhaus sprechen sich für den Ausbau der Annette-von-Droste-Hülshoff-Schule um die von der Verwaltung vorgeschlagenen zwei zusätzlichen Klassenräume aus.
Nach Auffassung der beiden Christdemokraten gibt es trotz der angespannten finanzwirtschaftlichen Lage der Stadt Bocholt, die den Neubau von Schulgebäuden zum jetzigen Zeitpunkt eigentlich gar nicht zulässt, kaum vertretbare Alternativen zum Ausbau. Die Grundschule, die seinerzeit nur für eine Zweizügigkeit errichtet worden ist, geht mit Beginn des Schuljahres 2006/2007 in die volle Dreizügigkeit über, wodurch sich ein zusätzlicher Raumbedarf ergibt. Wenn dieser Raumbedarf nicht durch einen Ausbau gedeckt wird, bleibt neben der fragwürdigen Errichtung weiterer Container auf dem Schulhof nur noch die Möglichkeit, einen Teil der Schüler in andere Bocholter Grundschulen zu lenken. Da jedoch die direkt benachbarten Grundschulen (Josefschule, St.-Bernhard-Schule und Ludgerusschule) nach Angaben der Verwaltung ebenfalls ausgelastet sind, hätte dies zur Folge, dass die Schüler auf weiterentfernte Schulen verteilt werden müssten.
"Wir halten diese Alternative gegenüber den betroffenen Schülern und Eltern für kaum vertretbar, sodass wir nach Abwägung der einzelnen Aspekte zu dem Entschluss gekommen sind, den Ausbau zu befürworten. Allerdings ist diese Befürwortung aufgrund der aktuellen Haushaltslage bei uns mit erheblichen Bauchschmerzen verbunden. ", so Willemsen und Eusterfeldhaus. Der CDU-Ortsverband West erwartet daher von der Verwaltung auch schnellstmöglich seriöse Deckungsvorschläge im Haushaltsplan zur Finanzierung der zwei zusätzlichen Klassenräume.
"Es ist sehr ärgerlich, dass die Verwaltung die Politik nicht schon viel früher über die Entwicklungen der Schülerzahlen in diesem Bereich und die damit verbundenen Konsequenzen informiert hat. Wir sind jetzt in einer Situation, in der wir nicht mehr selber agieren, sondern nur noch auf diese Entwicklungen reagieren können. Dies muss sich in Zukunft ändern, damit wir als Politik wieder den notwendigen Gestaltungsspielraum erhalten, der uns zur Zeit fehlt.", so Willemsen und Eusterfeldhaus weiter.