CDU Stadtverband Bocholt

CDU erwartet vernünftiges Konzept von der Verwaltung

"Man muss Verständnis für die Wünsche und Sorgen der Bürger haben"
Im Rahmen seiner gestrigen Sitzung beschäftigte sich der CDU-Ortsverband Bocholt Nord-Ost (Barlo-Giehorst-Stenern) ausführlich mit den Plänen der Verwaltung, evt. Container an der Gerhard-Ahold-Straße für junge Erwachsene im Alter von 18 bis 27 Jahren mit erheblichen sozialen Problemen vorzuhalten und zu renovieren.

In einer gemeinsamen Presseerklärung begrüßen die 3 Stadtverordneten des Ortsverbandes Christel Feldhaar, Alfons Tepasse und Sven Volmering die einstimmig beschlossene Vertagung der Angelegenheit in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Soziales und Wohnungsbauförderung. Die Unruhe in den Stadtteilen Barlo, Giethorst und Stenern sei sehr groß. Die Verwaltung sei daher aufgefordert, die Behandlung der Angelegenheit Politik und Anwohnern transparent in einem schlüssigen Gesamtkonzept darzulegen. "Zum jetzigen Zeitpunkt sind viele Fragen ungeklärt. Warum kommt die Verwaltung erst im März mit konkreten Vorschlägen zur Unterbringung dieser Klientel, obwohl das "Sleep In" an der Donaustraße bereits Anfang des Jahres aufgegeben wurde? Wie hoch sind die finanziellen Kosten der entsprechenden Renovierungsmaßnahmen? Welche Alternativmöglichen für die Unterbringung dieser jungen Erwachsenen gibt es? Wie hoch sind die Fallzahlen? Wie gestaltet sich die pädagogische und erzieherische Betreuung der Jugendlichen? All diese Fragen müssen beantwortet werden", so Feldhaar, Tepasse und Volmering.

Der Ortsverbandsvorstand zeigt großes Verständnis für die Anwohner und betroffenen Bürger. "Gerade die Anwohner der Vardingholter Straße haben in den vergangenen Jahren ruhig und mit sehr viel Verständnis auf die Errichtung von Containern reagiert und sich nicht auf das St.-Florian-Prinzip zurückgezogen. Es stellt sich ernsthaft die Frage, ob man in einer Siedlung, in der sehr viele Kinder leben, solch eine Einrichtung nun auch noch vorhalten sollte", so Feldhaar und Volmering. Alfons Tepasse: "Auch in Barlo spielt das Thema eine große Rolle. Viele Eltern sind aufgeregt, weil die Vardingholter sowie die Gerhard-Ahold-Straße fester Bestandteil des Schulweges einer hohen Anzahl Barloer Schüler und Schülerinnen sind." Der CDU-Ortsverband wird daher in naher Zukunft das direkte Gespräch mit den betroffenen Anwohnern suchen. „Politik und Verwaltung müssen in Bocholt mehr Verständnis für die Wünsche und Sorgen der Bürger haben. Es reicht nicht mehr aus, Vorlagen mit brisanten Themen, einfach "zustimmend zur Kenntnis zu nehmen", so die drei CDU-Politiker abschließend.