Der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Gregor Hochrath ist der Auffassung, dass die populistische Schiene der SPD bei der VHS- und Musikschulthematik sehr offensichtlich ist.
Trotz deutlicher Aussagen, dass nämlich die Möglichkeit einer organisatorischen Verwaltungseinheit geprüft werden soll, wird die Position der CDU so dargestellt, als wolle sie verdienstvolle Kultureinrichtungen bevormunden und untergraben. Das Gegenteil ist der Fall. Die Leistungen beider Einrichtungen sollen laut dem CDU-Fraktionsvorsitzenden Herbert Panofen ausdrücklich erhalten bleiben. Die dramatische Finanzlage der Stadt Bocholt (strukturelles Defizit) verpflichtet uns als Kommunalpolitiker alle Fachbereiche auf Kosten sparende Synergieeffekte zu untersuchen. Es muss vermieden werden, in die Haushaltssicherung zu geraten. Nur so bleibt eigener Gestaltungsspielraum innerhalb der Kommunalpolitik – denn Haushaltssicherung bedeutet nichts anderes als Bevormundung durch übergeordnete staatliche Stellen. Sollte die Stadt Bocholt in die Haushaltssicherung geraten, wird es mit Sicherheit zu dramatischen Einschnitten bei der Angebotspalette der VHS und Musikschule kommen, die im Interesse der Bocholter Bürgerinnen und Bürger niemand will. Verantwortliche Politik bedeutet dem entgegenzuwirken.
Fraktion und Partei sind der Meinung, dass es Denkverbote nicht geben darf. Diesen Sachzusammenhang betonte Gregor Hochrath auch in der Debatte der letzen Ratssitzung (27.09.2006), indem er darauf hinwies, "dass es der CDU zu keinem Zeitpunkt darum geht verdienten Fachbereichsleitern den Mund zu verbieten. Es ist aber nicht hinnehmbar und zudem kontraproduktiv, dass Prüfanträge unabhängig davon welche politische Partei sie stellt, von Teilen der Verwaltung von vornherein abgelehnt werden. Akzeptiert die Politik ein solches Verhalten, kommt dieses einer Selbstaufgabe gleich und man wird seinem politischen Mandat nicht gerecht." Auch wenn es der Bürgermeister und die SPD nicht wahrhaben wollen, der Verwaltungsleiter einer Organisationseinheit der VHS und Musikschule muss nicht zwingend musikalisch ausgebildet sein. So ist vergleichsweise der Leiter einer Krankenhausverwaltung im seltensten Fall ein Arzt. Im Rahmen des Prüfantrags geht es auch überhaupt nicht um Festlegungen in Personalfragen, dies jedenfalls weist die CDU entschieden zurück.
Die CDU lädt weiterhin alle politischen Kräfte im Rat der Stadt Bocholt zur konstruktiven Diskussion ein, um gute Lösungsstrategien und Ideen zum Wohle der Stadt Bocholt zu finden. Darin liegt nach Ansicht von Gregor Hochrath einer der Schlüssel, damit die Zukunftsaufgaben in Bocholt erfolgreich bestanden werden. Die CDU erhebt ausdrücklich nicht den Anspruch von Fehlerlosigkeit wohl aber nimmt sie ihren Gestaltungsauftrag verantwortlich wahr.