Der CDU Ortsverband Bocholt Süd-Ost hat sich im Rahmen einer offenen Vorstandssitzung am vergangenen Mittwoch, den 14.02.2007, im Bürgerzentrum Biemenhorst mit dem Stadtteil Lankern beschäftigt.
Auf Einladung des Vorsitzenden Ulrich Holzer haben Andrea Döring und Stephan Langfeld vom Fachbereich Stadtplanung und Bauordnung über die aktuelle Nutzung als Wohngebiet und Gewerbegebiet berichtet sowie über die mit dieser "Gemengelage" einhergehenden nachbarschaftlichen Probleme, die ein besonderes Maß an gegenseitiger Rücksichtnahme erfordern. Langfeld bestätigte auf Nachfrage, dass eine Nutzung des für Veranstaltungen (Trödelmärkte, Feierlichkeiten etc.) zugelassenen Teils der alten Industriehalle auf zumindest mittelfristige Sicht ausgeschlossen sei wegen bestehender diverser Baumängel. Wegen des durch die Schrottpresse verursachten Lärms teilte Langfeld mit, dass dieses Problem allein nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz zu beurteilen sei. Hier werde demnächst ein Urteil des Verwaltungsgerichts Münster mehr Klarheit bringen. Derzeit habe sich das Problem vorübergehend faktisch dadurch erledigt, dass die Schrottpresse selbst defekt sei.
Zweck der Informationsveranstaltung war laut Holzer für die CDU insbesondere die Klärung der Frage, inwieweit die Stadt Bocholt durch Aufstellung eines Bebauungsplanes die Möglichkeit habe, die nachbarschaftlichen Konfliktsituationen zu entschärfen. Hier machte Döring als Leiterin des Fachbereichs Stadtplanung und Bauordnung deutlich, dass aufgrund der bestehenden landesplanerischen Vorgaben im Gebietsentwicklungsplan keine Möglichkeit besteht, für das Gebiet Lankern einen Bebauungsplan aufzustellen, dessen Zielsetzung zu dem unklar sei. Denn die Bezirksregierung werde bewusst auf einem "planungsfreien Raum" beharren wegen der unmittelbaren Nähe zur Stadt Hamminkeln, um ein planerisches "Zusammenwachsen" der beiden Städte bereits im Ansatz zu verhindern.