CDU Stadtverband Bocholt

Stadt ordnet Friedhof neu

02.04.2013 - Klarer Trend zu Rasengräbern

Bocholt - Die Stadtverwaltung organisiert den Friedhof an der Blücherstraße
um: Anlass ist ein klarer Trend, nämlich der Trend zu pflegeleichten
Rasengräbern.
Seit Jahren sind Wahlgräber nicht mehr so gefragt. Sie sind pflege-intensiv und können – je nach Lage – fast 4000 Euro kosten. Ständige besondere Pflege ist auch bei den Reihengräbern Pflicht, die der Reihe nach belegt werden, wo gerade Platz ist.
Wie Reinhold Wilke als zuständiger Fachbereichsleiter sagt, wollen viele Leute ihren Angehörigen nicht mehr zumuten, später das Grab zu pflegen. Deshalb ist das Rasenreihengrab beliebt. Es ist eine schlichtere Variante der Reihengräber. Hier wird nur eine Platte in den Rasen eingelegt. Das Rasenmähen übernimmt die Stadt und der Preis dafür ist in der Grabgebühr bereits enthalten. Die Nachfrage steigt: Bei gut 600 Beerdigungen im Jahr 2009 waren 40 Prozent der neuen Gräber solche Rasenreihengräber.
Wegen dieses Interesses bietet die Stadt seit 2010 Rasenwahlgräber an. Sie sind eine schlichtere und pflegeleichte Variante der klassischen Wahlgräber. Auch dieses Angebot wird immer mehr nachgefragt: Von den etwa 650 neuen Gräbern im vorigen Jahr waren fast die Hälfte Rasengräber (davon 213 Rasenreihengräber und 91 Rasenwahlgräber).
Die klassischen Wahlgräber dagegen sind nicht mehr so beliebt. Einige Grabstätten werden nachgekauft, andere bleiben leer. Es entsteht eine unschöne „Perforation“ (Wilke), die hohe Pflegekosten verursache. Deshalb will Wilke die Wahlgräber auf dem historischen Teil des Friedhofs (Trauerhalle, Rondell mit den Diagonalwegen, Ehrenanlage) bündeln.
Die Rasengräber wird die Stadt dagegen im östlichen Teil des Friedhofs (Richtung Heutings Weg) konzentrieren, damit sie sie besser pflegen kann.