CDU will Kiesabbau in der Region beschränken
Der Kies abbauende Unternehmer muss im Genehmigungsverfahren einen regionalen Bedarf für den abzubauenden Kies nachweisen, um eine Genehmigung zu erhalten. Fehlt der Bedarf, kann die Genehmigung verweigert werden. Kies wird vorwiegend im Straßenbau und bei Betonierung eingesetzt, wozu es allerdings sinnvolle Alternativen gibt. Der CDU-Beauftragte für Bau- und Entwicklungsplanung Michael Hösing referierte bei der letzten CDU-Vorstandssitzung zu diesem Thema. Für sämtliche Bauvorhaben der Stadt Bocholt könnten mineralische Recyclingbaustoffe und RC-Beton eingesetzt werden. Die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Isselburg hat dort bereits einen entsprechenden Antrag gestellt, dass bei kommunalen Neubauten (Gebäude und Straßen) Recyclingbaustoffe einzusetzen sind, um den Kiesbedarf zu senken. Die CDU Bocholt fordert die Stadtverwaltung dazu auf, ebenfalls bereits jetzt bei städtischen Bauvorhaben in den Ausschreibungen Recyclingbaustoffe zu verlangen. Nur wenn alle Städte und Gemeinden in der Region gemeinsam so verfahren, kann der Kiesbedarf nachhaltig gesenkt und weiterer Kiesabbau verhindert werden.
Ferner fordert die CDU alle Parteien in Bocholt auf, über die eigenen Landtagsabgeordneten eine Änderung des Abgrabungsgesetzes NRW auf den Weg zu bringen. Wie in Suderwick bereits geschehen, bestimmen letztlich einzelne Eigentümer von Grundstücken darüber, ob ein gesamtes Ortsbild nachhaltig verändert wird, obwohl eine breite Mehrheit der Bevölkerung dagegen ist. Dieses ist ein unhaltbarer Zustand und muss geändert werden.