CDU Stadtverband Bocholt

60 Jahre CDU in Bocholt

Die CDU feierte ihr 60-Jahre-Jubiläum mit Kaffee und Kuchen, Anekdoten aus früherer Zeit und nur einem Angriff auf den politischen Gegner.
Weder Bürgermeister Peter Nebelo noch die SPD würden ihrer Verantwortung gerecht werden, klagte CDU-Parteichef Gregor Hochrath am Samstag und setzte nach: "In der Praxis sieht das so aus: Der Bürgermeister trifft keine Entscheidung und wartet - was auch immer - ab, und die SPD flüchtet sich in den Populismus und in unsägliche Angriffe gegen die CDU."

Dieser Satz blieb die einzige Attacke auf den politischen Gegner. Denn es herrschte Feierstimmung bei der Union. Hochrath hatte seine Parteifreunde zu "60 Jahre CDU in Bocholt" ins "Schiffchen" eingeladen. Ein "Tag der Begegnung" sollte es sein. Und ein Tag des Rückblicks. Heinrich Kruse, langjähriger CDU-Fraktionschef und Landtagsabgeordneter erinnerte an die alten Zeiten: Immer sei es der CDU um "das Wohl der Heimatstadt Bocholt" gegangen. Sie habe beispielsweise sehr viel Glück mit ihren (Ober-)Bürgermeistern gehabt. Das habe mit "Ober-Otto" begonnen, dem Oberbürgermeister Otto Kemper. Kruse: "Sein Erkennungszeichen war der Zollstock". Mit dem habe er auf den Baustellen schon mal die Arbeit seiner Mitarbeiter kontrolliert. Günther Hochgartz als nächster Bürgermeister sei sehr beliebt in der Bevölkerung gewesen. Dann sei Bernhard Demming gekommen, der dritte Bürgermeister, der wie seine Vorgänger Handwerksmeister gewesen sei. "Sehr beliebt" sei auch die derzeitige stellvertretende Bürgermeisterin Christel Feldhaar, sagte Kruse.

Als "knochig und standfest wie eine Eiche", charakterisierte Kruse seinen Vorgänger im Amt des CDU-Fraktionsvorsitzenden Wilhelm Seggewiß. "Sehr lustig" sei der CDU-Baupolitiker Hans Kemming gewesen, der sich mit Helmut Gardemann von der SPD gut verstanden habe, so dass viele politische Entscheidungen in Bocholt einstimmig gefallen seien.

Manche solcher Entscheidungen hätten sich erst später als wahren Segen bewiesen. So sei Oberstadtdirektor Ludwig Kayser seinerzeit "ausgelacht" worden, weil er auf dem Innenstadtring bestanden habe, zu einer Zeit, als es in Bocholt gerade mal 4000 Autos gab. "Wiederaufbaustadtdirektor" Kayser habe zudem die Angewohnheit gehabt, wichtige Dinge in einer Sitzung überraschend unter dem Punkt "Verschiedenes" zu behandeln, als die meisten Ratsmitglieder gedanklich schon beim Bier gewesen seien. Mit dieser Methode habe Kayser Erfolg gehabt, lobte Kruse. Er erinnerte noch an viele Namen, erwähnte die schmerzliche Kommunale Neugliederung 1975 und forderte zum Schluss, die CDU müsse die "Union" im Namen stärken und als "organisierte Bürgerinitiative auftreten". Zuvor hatte CDU-Kreisvorsitzender Jens Spahn seine Parteifreunde begrüßt und zum Abschluss der Feier erzählte Margret Bongert plattdeutsche Anekdoten.

Die Rede des CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Gregor Hochrath anlässlich der 60 Jahr Feier finden Sie hier.

CDU Bocholt ehrt langjährige Mitglieder


Im Rahmen der 60-Jahr-Feier der CDU Bocholt wurden folgende Personen für ihre langjährige Mitgliedschaft in der CDU geehrt:

60 Jahre Mitgliedschaft


Frau Elisabeth Alff
Frau Margarete Alff
Frau Linde Belting
Frau Josefine van Dawen
Herr Wilhelm Feldhaus
Herr Georg Kampshoff
Frau Luzie Tangerding

50 Jahre Mitgliedschaft

Herr Ferdinand Behrens
Herr Rudolf Bone
Herr Josef Brinks
Herr Johann Döing
Herr Wilhelm Kamps
Herr Alfons Schmeink
Herr Franz Tewiele
Herr Georg Weber