CDU Stadtverband Bocholt

Barbara Sommer stellt neues NRW-Schulgesetz vor

Der CDU-Stadtverband Bocholt hatte am Montag einen hohen Gast in Bocholt zu Besuch, die Ministerin für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen, Barbara Sommer. Über 180 Gäste fanden sich im Kolpinghaus ein, wo die Ministerin das neue Schulgesetz vorstellte. Begrüßt wurde sie vom Stadtverbandsvorsitzenden Gregor Hochrath. Der Kontakt war hergestellt worden über unseren Landtagsabgeordneten und Generalsekretär der CDU in Nordrhein-Westfalen, Hendrik Wüst.
Die individuelle Förderung aller Schülerinnen und Schüler sowie das frühzeitige Erkennen ihrer Stärken und Schwächen: das waren zwei zentrale Aussagen, mit denen Barbara Sommer ihren Vortrag begann. Sie betonte, dass es die gemeinsame Anstrengung aller Beteiligten (Politik, Lehrer, Eltern, Schüler) erfordert, um Qualitätsverbesserungen von Unterricht und Schule zu erreichen. Eine neue Lehr- und Lernkultur soll die qualitative Schulentwicklung verbessern. Dies gilt sowohl für "begabte" Schüler wie auch für diejenigen die verstärkt Hilfe benötigen. Schule geht nach ihren Maßstäben von den Interessen und Stärken der Lernenden aus und soll geeignete Fördermaßnahmen zur Leistungssteigerung mit Blick auf den jeweiligen individuellen Lernprozess entwickeln. "51 Jahre bin ich im Schuldienst gewesen, bevor ich in die Politik gegangen bin und außerdem bin ich Mutter von 5 Kinder", betonte Barbara Sommer. Dieser Erfahrungshintergrund helfe ihr im Amt der Schulministerin. Mit der individuellen Förderung als "Leitidee der schulischen Arbeit", komme Nordrhein-Westfalen seinen bildungspolitischen Zielen näher: "ein Schulwesen, in dem jedes Kind und jeder Jugendliche unabhängig von seiner Herkunft seine Chancen und Begabungen optimal nutzen und entfalten kann", so Ministerin Sommer. Dafür ist es nach ihren Worten selbstverständlich nötig, die Qualitätssicherung zu gewährleisten. Die Beobachtung von Bildungssystemen und -prozessen sieht sie als sehr wichtig an, um Schulen und Lehrern eine Unterstützung bei ihrer Arbeit in Form von Rückmeldungen zu geben. Als wesentlichen Baustein der Verbesserung der Rahmenbedingungen sieht Barbara Sommer dabei in der "angemessenen Lehrerversorgung" in den verschiedenen Schulsystemen. Bis zum Jahr 2010 werden 4000 zusätzliche Lehrerinnen und Lehrer in den nordrhein-westfälischen Schuldienst eingestellt.

Barbara Sommer war sichtlich angetan, von der hohen Anzahl der Besucher im Kolpinghaus: "schön, dass der Saal so voll ist. Ich kann den ganzen Saal in ein paar Stunden leer reden, aber das will ich nicht." Deshalb beschränkte sie sich auch auf Vorschlag des CDU-Stadtverbands Bocholt auf zehn Themenschwerpunkte. Nach ihrem Redebeitrag stand die Ministerin noch etwa eine Stunde für eine Diskussion zur Verfügung. Dabei betonte sie, dass ihr bewusst sei längst nicht alle Fragen (schon aus zeitlichen Gründen) beantworten zu können. Schulen oder auch Eltern könnten sich aber jederzeit an den CDU-Generalsekretär Hendrik Wüst wenden: "dann wird im Einzelfall geprüft, wie geholfen werden kann."