CDU Stadtverband Bocholt

Sven Volmering neuer JU-Chef in Nordrhein-Westfalen

NRW-Tag in Oelde wählt Bocholter zum Nachfolger von Hendrik Wüst
Am vergangenen Wochenende fand im münsterländischen Oelde (Kreis Warendorf) der 39. NRW-Tag der Jungen Union (JU) Nordrhein-Westfalen statt.

Im Mittelpunkt der zweitägigen Veranstaltung stand die Neuwahl des JU-Landesvorstandes. Hierbei wurde der 30-jährige Bocholter Sven Volmering, der seit knapp 4 Jahren den JU-Bezirksverband Münsterland leitet, mit 88,5 % der Stimmen zum neuen Landesvorsitzenden der JU NRW gewählt. Er tritt damit die Nachfolge von Hendrik Wüst an, der aufgrund seiner Wahl zum Generalsekretär der CDU NRW nicht erneut für das Amt des JU-Landeschefs kandidiert hat.

Nach Ronald Pofalla, Norbert Röttgen, Ralf Brauksiepe und Hendrik Wüst ist Volmering der fünfte Vorsitzende der Jungen Union NRW seit der Fusion der beiden ehemaligen Landesverbände Rheinland und Westfalen im Jahr 1986 und steht damit an der Spitze des mit rund 34.000 Mitgliedern stärksten und einflussreichsten Landesverbandes der Jungen Union Deutschlands.


In seiner 30-minütigen Rede ging Volmering vor allem auf die aktuellen bundes- und landespolitischen Themen ein.

Zu Beginn machte er anhand der Gesundheitsreform deutlich, wie wichtig für ihn das große politische Ziel der "Generationengerechtigkeit" sei und dass dies nicht zu einer "inhaltslosen Leerformel" werden dürfe. In diesem Zusammenhang kritisierte er die geplante Gesundheitsreform, die gerade mit Blick auf die fehlende Demographievorsorge "kein großer Wurf" sei.

Im weiteren Verlauf bezog der neue JU-Landesvorsitzende deutlich Stellung zum möglichen EU-Beitritt der Türkei. Man müsse den Menschen sagen, dass die Unionsparteien dies ablehnen und die privilegierte Partnerschaft für das bessere Modell halten, so Volmering. Außerdem gehöre seiner Meinung nach auch der in der Vergangenheit vieldiskutierte Begriff der "Leitkultur" in das neue CDU-Grundsatzprogramm, das in den nächsten Monaten erarbeitet werden soll.


Als "bildungspolitischen Schwachsinn" bezeichnete Volmering die aktuellen Planungen der SPD in NRW zur Einführung einer Einheitsschule, was de facto einer Abschaffung des dreigliedrigen Schulsystems gleichkäme. Die SPD wolle einen "Kulturkampf" in der Schulpolitik führen und sei nicht in der Lage, die Konsequenzen aus der Pisa-Studie und den Erfolgen Bayerns, Sachsens und Baden-Württembergs in der Schulpolitik zu ziehen.

Volmerings Ziel sei es, dass die Junge Union auch weiterhin Antreiber und Motor der CDU bleibe. Die CDU müsse wieder mehr auf die JU hören, wenn es um die Stärkung des Profils der Partei im Rahmen der Grundsatzprogrammdebatte und um zukünftige Wahlkämpfe gehe. Der Anspruch der CDU müsse sein, die nächsten Wahlen wieder mit 40% plus X zu gewinnen, so Volmering zum Abschluss seiner Rede.