CDU Fraktion gegen Auflösung der Lenkungsgruppe und Installation eines KuBAaI-Auschusses
Vom kommissarischen Leiter der Bauverwaltung wurde die Auflösung der Lenkungsgruppe vorgeschlagen. Diese soll durch einen Ausschuss „KuBAaI“ als Projektausschuss ersetzt werden. Dies lehnt die CDU Fraktion ab.
In dem neuen Ausschuss sollen alle Themen rund um KuBAaI behandelt und beschlossen werden, die sonst in den Fachausschüssen (Planung und Bau, Umwelt und Grün, Kultur, Gebäudewirtschaft, Sozialausschuss usw.) beraten und beschlossen werden.
Dieser Projektausschuss würde unserer Einschätzung nach parallel zu den Fachausschüssen stehen und könnte ggfls. Beschlüsse gegen den Bauausschuss und andere Fachausschüsse fassen. Entscheidungen in Kulturfragen, die nur auf das KuBAaI Areal wirken, wären möglich aber für uns nicht hinnehmbar. Auch Entscheidungen im Sozialbereich sollten nicht auf das KuBAaI Areal räumlich beschränkt getroffen werden sondern unter Berücksichtigung aller Auswirkungen auf das gesamte Stadtgebiet erörtert und gefällt werden.
Ein Vorteil der Beschlussfassung in den Fachausschüssen liegt darin, dass sie mit 12 bzw. 13 sachaffinen Mitgliedern besetzt sind und dort eine intensivere und bessere Beratung möglich ist.
Der Projektausschuss könnte Beschlüsse fassen, die in den Fachausschüssen anders gesehen werden. Das kann nicht im Sinne der Politik und Verwaltung sein. Der Projektausschuss könnte Beschlüsse fassen, die sich nur auf das Projekt auswirken, losgelöst vom Umfeld und dem Rest der Stadt. Auch das ist nicht in unserem Sinne. Innerhalb des KuBAaI-Areals wollen wir in den nächsten Jahren 350-400 Wohnungen entwickeln und bauen. Nach Abschluss der Bebauung im Phoenix-Gebiet ist es das größte zusammenhängende Baugebiet in Bocholt. Es wäre ein Fehler, wenn dieses Gebiet am Bauausschuss vorbei entwickelt werden sollte.
In den Fachausschüssen haben Vertreterinnen und Vertreter der SQB kein Rederecht. Um die von uns gewünschte enge Zusammenarbeit zu gewährleisten, scheint uns dies aber unerlässlich.
Wir schlagen eine Änderung der Zusammensetzung der Lenkungsgruppe vor, in der die Ausschussvorsitzenden der beteiligten Fachausschüsse als geborene Mitglieder aufgenommen werden. Da in der Lenkungsgruppe keine Beschlüsse gefasst werden, ist die Aufteilung nach Fraktionsgröße nachrangig. Die Informationen aus der Lenkungsgruppe sollten nach wie vor allen Ratsmitgliedern und den sachkundigen Bürgern der betroffenen Ausschüsse zur Verfügung gestellt werden.
Die Lenkungsgruppe ist ein erster Linie zur Kostenkontrolle eingeführt worden. Das sollte auch seine Hauptaufgabe bleiben.