CDU Stadtverband Bocholt

Anschlussweiche Industriestammgleis

Der CDU-Ortsverband Südwest nimmt Stellung

Es geht um das von Zeit zu Zeit immer wieder auftretende Thema ob das alte Industriestammgleis in Richtung Industriepark Bocholt erhalten bleiben soll oder eben nicht. 
Nun steht aktuell in der nächsten Ratssitzung am Mittwoch eine Entscheidung an, die darüber befinden soll eine neue Weiche für das Industriestammgleis einzubauen, die dann in das geplante elektronische Stellwerk eingebunden werden kann. Dies geschieht dann im Rahmen der Elektrifizierung der Strecke Bocholt-Wesel. Diese neue Weiche verursacht der Stadt Bocholt Kosten in Höhe von 60.000 Euro.

Der CDU-Ortsverband Südwest ist schon vor Jahren zu der Erkenntnis gelangt, dass die Erhaltung des Stammgleises im Industriepark wirtschaftlich auf Dauer nicht vertretbar ist. Im Gegenteil: Die Strecke ist derzeit so marode, dass Schwellen zum Teil völlig durchgefault sind und es zu enormen Mehrkosten käme, sollte diese Strecke jemals wieder voll in Betrieb genommen werden. Eine elektronische Weiche vorzuhalten wäre somit von vorneherein unnötig. Unabhängig davon, dass das Gleis bereits seit Jahren nahezu ungenutzt brach liegt, hat lediglich ein Unternehmen im Industriepark Interesse am Erhalt des Gleises signalisiert. Kein sonderlich gutes Ergebnis der Befragung.

Der CDU-Ortsverband hat vielmehr den Vorschlag gemacht, zu prüfen ob das Gleisbett des Stammgleises für den ca. 500 mtr. nördlich geplanten Radschnellweg vorgesehen werden kann, da die ursprünglich geplante Route über den Mussumer Höftgraben intensiv durch große landwirtschaftliche Geräte eines dort ansässigen Lohnunternehmers genutzt wird.

Der Ortsverband hält es aus den genannten Gründen für nicht vertretbar 60.000 € für eine möglicherweise nie genutzte neue Weiche auszugeben. Eine Zukunft für diesen Gleisabschnitt sehen wir nicht: eine nennenswerte Nutzung in den letzten Jahrzehnten hat ebenfalls nicht stattgefunden. 

Andreas Lübberdink

Ortsverbandsvorsitzender der CDU Südwest