Die CDU ist äußerst besorgt über das derzeit laufende niederländische Genehmigungsverfahren zur Gewinnung von Erdgas mittels Fracking in der deutsch-niederländischen Grenzregion und fordert die Stadtverwaltung auf, die zuständigen niederländischen Behörden im Rahmen einer Stellungnahme zur strategischen Umweltprüfung der Niederlande schnellstmöglich über die kritische Haltung der Stadt Bocholt zu informieren und aufzufordern, von diesem Vorhaben abzusehen.

Die CDU lehnt Fracking mit wassergefährdenden Stoffen weiterhin strikt ab. Die Sicherheit des Trinkwassers muss absoluten Vorrang vor wirtschaftlichen Interessen haben. Weil Grundwasser keine Landesgrenzen kennt, sieht die CDU die Pläne der niederländischen Nachbarn im Grenzgebiet zu Deutschland mit großer Sorge.
Die niederländische Regierung hat das öffentliche Beteiligungsverfahren auch auf Deutschland ausgedehnt, was aufgrund der scheinbar geplanten grenznahen Erkundung und Förderung von Erdgas mittels Fracking begrüßenswert ist. Bis zum 9. Juli 2014 haben Bürgerinnen und Bürger, Kommunen sowie auch das Land Nordrhein-Westfalen die Möglichkeit, ihre Sorgen und Einwände im Zusammenhang mit dem Fracking-Vorhaben gegenüber der niederländischen Regierung im Rahmen einer Stellungnahme zur strategischen Umweltprüfung der Niederlande zum Ausdruck zu bringen. Aufgrund der direkten Grenzlage zu den Niederlanden könnte künftig auch die Stadt Bocholt von möglichen Fracking-Vorhaben auf niederländischem Staatsgebiet betroffen sein. Insofern hält die CDU-Fraktion eine ablehnende Stellungnahme der Stadt Bocholt zu diesem Thema gegenüber den niederländischen Behörden für dringend erforderlich.