CDU Stadtverband Bocholt

Informationen zum Thema KuBAaI

Wofür steht KuBAaI und was will man damit erreichen?

 KuBAaI ist ein Kunstwort und setzt sich aus den Anfangsbuchstaben der folgenden Projektbezeichnung zusammen: Kulturquartier Bocholter Aa und Industriestraße

Was ist das Ziel dieses Projekts?
 Wir haben im Moment folgende städtebauliche Situation:

• Laut dem Grundstücksmarktbericht besteht ein erheblicher Bedarf an Wohnraumangeboten für die unterschiedlichsten Formen des Zusammenlebens, angefangen von der Single-Wohnungen bis hin zum Mehrgenerationenwohnen.
• Die Kulturangebote der Stadt werden zur Zeit an drei unterschiedlichen Standorten angeboten. Ein effizienter Betrieb ist so nicht möglich, da die Gebäude bauartbedingt für die Kulturnutzung eigentlich nicht geeignet sind. Die Gebäudesubstanz ist alt und renovierungsbedürftig – es kommen in den nächsten Jahren also erhebliche Investitionen auf uns zu.
• Wir haben zwischen dem Aasee-Naherholungsgebiet und der Innenstadt eine Industriebrachlandschaft mit verfallender Bausubstanz, die mit Angsträumen besetzt ist und die beide Quartiere voneinander trennt.

Das Projekt KuBAaI löst diese Probleme.

• Rund um das Spinnereiwerk, welches ja vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe finanziert wurde und eben nicht Bestandteil von KuBAaI ist, werden drei großangelegte Mischgebiete für Wohnbebauung für ca. 230 Wohneinheiten und Dienstleistungsgewerbe entwickelt.
• Die drei Standorte des Kulturangebotes unserer Stadt werden an einem Standort vereint. 
• Durch die Neugestaltung des Uferbereichs der Bocholter Aa in der Projektzone entsteht eine Verbindungsspange zwischen dem Aasee und der Innenstadt, die zudem die drei Mischgebiete mit Gastronomieangeboten usw. erheblich aufwertet.

Die Stadt Bocholt allein ist finanziell nicht in der Lage, das 25 Hektar große Areal zu entwickeln. Voraussetzung für die Umsetzung ist eine Förderung des Landes NRW, das sich zu 60% an den Kosten des Projektes beteiligt. Nach heutiger Schätzung beläuft sich der Eigenanteil des Projektes für die Stadt Bocholt dann auf 12,7 Mio. Euro. Das halten wir angesichts der riesigen Chancen für vertretbar. 

Das KuBAaI kommt ist noch keineswegs sicher, da hierfür die dritte und endgültige Qualifizierungsstufe erreicht werden muss. Die Chancen stehen aber nicht schlecht, dass die Stadt Bocholt diese letzte Hürde im Frühsommer überwindet.

ZUR FINANZIERUNG

Die öffentliche Diskussion zum Thema KuBAaI geht vielfach auf Unwissenheit zurück über die tatsächlichen Zahlen der letzten Haushaltsjahre.

Inzwischen liegen uns die aktuellen Zahlen, Stand März 2014 vor. 

Haushaltsjahr Haushaltsplan Ergebnis     Abweichung
                        Mio EURO    Mio EURO   Mio EURO
2009              -6,0                 3,2             9,2
2010            -15,8                 0,5           16,3
2011              -7,7               14,5           22,2
2012              -1,9               19,8           21,7
Gesamt         -31,4              38,0           69,4

Aus diesen Zahlen kann man erkennen, dass für die Haushaltsjahre 2009-2012 insgesamt ein Minus von 31,4 Mio € erwartet worden ist.
Wir haben nicht nur den Verlust ausgeglichen, sondern noch ein Ergebnis von 38,0 Mio € erreicht. Die Verbesserung in diesen Haushaltsjahren gegenüber der Planung beträgt 69,4 Mio €. Weitere Verbesserungen sind nach Abschluss das Haushaltsjahres 2013 zu erwarten.

Das positive Ergebnis dieser Haushaltsjahre entspricht dem 3-fachen des städtischen Anteils am Projekt KuBAaI.
Die positive Differenz gegenüber dem Haushaltsplänen dieser Haushaltsjahre entspricht mehr als dem 5-fachen des städtischen Anteils am KuBAaI-Projekt.

Bei Kenntnis dieser Daten würden sicherlich auch einige Leserbriefe anders ausfallen.

Vielleicht setzt sich dann auch die Meinung durch, dass wir gerade mit Blick auf die nachfolgende Generation heute die Fördermittel einsetzen sollten, damit wir in den kommenden Jahren nicht den Vorwurf erhalten:

“ Warum habt ihr das Projekt mit den Fördermitteln nicht durchgeführt, heute müssen wir es komplett übernehmen“.