„Europastadt Bocholt“
Auf Antrag der CDU-Fraktion beschäftigt sich der Landtag von Nordrhein-Westfalen zurzeit mit einem Gesetzentwurf zur Änderung des §13 der Gemeindeordnung. Die geplante Änderung hat zum Ziel, dass die Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen zukünftig neben ihrem amtlichen Gemeindenamen einen offiziellen Namenszusatz, wie z.B. Universitätsstadt, führen können. Dies ist im Gegensatz zu vielen anderen Bundesländern in Nordrhein-Westfalen (noch) nicht möglich.
Die Stadt Bocholt hat durch vielfältige Aktivitäten in den letzten Jahrzehnten aktiv zur Verbreitung des europäischen Einigungsgedankens beigetragen. So unterhält die Stadt Bocholt seit vielen Jahren Städtepartnerschaften mit der gleichnamigen belgischen Gemeinde Bocholt (seit 1980), der französischen Stadt Aurillac (seit 1972) und der Stadt Rossendale in Großbritannien (seit 1977). Daneben pflegt Bocholt als Grenzstadt zu den Niederlanden eine intensive interkommunale Zusammenarbeit mit den niederländischen Nachbargemeinden Aalten und Dinxperlo (gehört seit der Gebietsreform im Jahr 2005 zur Gemeinde Aalten) und ist aktives Mitglied der im Jahr 1958 als erste Europaregion gegründeten EUREGIO. Als Anerkennung für das langjährige europäische Engagement wurde die Stadt Bocholt vom Europarat mit der Ehrenfahne (1972), der Ehrenplakette (1991) sowie dem Europapreis (1993) ausgezeichnet und darf seither die – nicht amtliche – Ehrenbezeichnung „Gemeinde Europas“ führen.
Die Junge Union Bocholt spricht sich für den Fall der Gesetzesänderung durch den Landtag dafür aus, dass Bocholt beim Innenministerium beantragt, zukünftig den offiziellen Namenszusatz „Europastadt“ führen zu dürfen. Um dafür zu werben, hat die Junge Union die Aktion „FÜR Europastadt Bocholt“ gestartet. Alle Informationen zu dieser Kampagne sind auf der Facebook-Seite „FÜR Europastadt Bocholt“ unter www.facebook.com/europastadt.bocholt zu finden. Um die Aktion zu unterstützen, reicht ein Klick auf den „Gefällt mir“-Button der Seite.