CDU schlägt vor Schüler aus Fukushima einzuladen
Das verheerende Erdbeben in Fernost, gefolgt von einem Tsunami ungeheuren Ausmaßes und einer nuklearen Katastrophe in dem Atomkraftwerk von Fukushima verstört nach wie vor die Menschen in Deutschland und Europa. Die Folgen der tragischen Ereignisse in Japan sind im Ausmaß noch immer nicht zu überblicken und die Lage bleibt wegen weiterer möglicher Erdbeben völlig unberechenbar.Die Belastung der unmittelbar betroffenen Menschen in Fukushima ähnelt einer Schockstarre. „In einer globalisierten Welt wie heute, in welcher jeder aufgrund der weltweiten Medienvernetzung das Leid in Bildern sehen kann, müssen sich auch Menschen in dem nicht unmittelbar betroffenen Europa die Frage stellen, ob eine mitmenschliche, unbürokratische Hilfe realisierbar ist“ erklärt der CDU-Vorsitzende Helmut Eing in Erinnerung an die Aufenthalte junger Menschen aus Polen und Tschernobyl in unserem Raum vor Jahrzehnten.
Der CDU-Stadtverband Bocholt schlägt daher vor, mit Freiwilligen und kommunaler Hilfe einen Besuch japanischer Schüler aus dem Raum Fukushima in Bocholt zu realisieren. Hierzu könnte die Stadt Bocholt dem Botschafter der japanischen Regierung in der Bundesrepublik Deutschland den Vorschlag unterbreiten, zunächst zwei Gruppen von Schülerinnen und Schülern aus der Region Fukushima, insbesondere während kommender Ferienzeiten, für die Dauer von vier Wochen aufzunehmen. Den jungen Gästen soll die Möglichkeit gegeben werden, ein anderes Land und eine völlig andere Kultur kennenzulernen und hierbei für einige Wochen die schrecklichen Ereignisse in der Heimat hinter sich zu lassen. Bocholt hat hier Gelegenheit, mit gutem Beispiel voranzugehen und ein kleines Stück weltweiter Verantwortung zu übernehmen.